Issue time14:41:37, von Benjamin Stöcker E-Mail 245 Ansichten
Kategorien: Piratenpartei, Interna
Astrid als Comic
Astrid als Comic
Astrid schrieb in ihrem Blog einen Beitrag zu den "Piratinnen". Da ihr Blog eher schlecht in der Piratosphäre vernetzt ist und sich in der Regel nicht um politisches dreht, gebe ich ihr die Ehre bei mir den ersten Gastbeitrag posten zu dürfen. Vielleicht überzeugt sie ja die Leserzahlen und Kommentare ihren eigenen politischen Blog zu eröffnen? Ich würde mich darüber jedenfalls freuen ;) So und nun euch viel Spass mit ihrem Werk:

What would a Pirate do?

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, den Piratinnen keinerlei Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, denn ich bin eine Frau, ich bin Pirat und ich halte einen geschlossenen Raum, innerhalb dessen Frauen sich gegenseitig erzählen, wie sie diskriminiert werden, für absolut überflüssig. Bedauerlicherweise hat die Dame, die diese Initiative angeschoben hat, sich der Presse bedient, um ihren Hunger nach Aufmerksamkeit zu stillen und so geistert das Thema jetzt durch die Medien, Piraten, die sich explizit gegen eine solche geschlossene Liste nur für Frauen aussprechen, werden diffamiert und ausgegrenzt - das geht so weit, dass bereits ein Pirat sein Blog vorläufig geschlossen hat, weil er aufgrund der erfolgten Verbalinjurien tatsächlich Schaden für seine Familie befürchtet. Das zeigt, dass das Ringen um die Gleichberechtigung der Geschlechter immer noch ein hochemotionales Thema ist und dass es wirklich wichtig ist, dass wir alle, ob wir nun Piraten sind oder nicht, uns damit befassen.

Fangen wir mal damit an, dass es Gleichberechtigung heißt und nicht Selbberechtigung. Den Unterschied zwischen den Begriffen "das Gleiche" und "dasselbe" begreifen sehr viele Verfechterinnen der Emanzipation seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrhunderten nicht. Es wäre aber vollkommen unsinnig, wenn man negierte, dass es Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Gerade heutzutage, wo die Bedeutung einer Partnerschaft und nachfolgend einer Familie als kleinster sozialer Einheit derart rapide abnimmt, ist es sogar sehr wichtig, diese Unterschiede zu kennen, anzuerkennen und für alle Beteiligten verträgliche Konzepte zu entwickeln.

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Issue time15:19:29, von Benjamin Stöcker E-Mail 224 Ansichten
Kategorien: Piratenpartei, Interna
Bundesparteitag
Bild vom Bundesparteitag
(cc-by von Claus Morell)

Der Bundesparteitag in Bingen kommt mit großen Schritten näher und die Antragsfabrik gewinnt an Fahrt. Dort habe ich auch schon meine ersten Anträge für den Bundesparteitag eingestellt und ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, für die Vergrößerung des Bundesvorstandes und die Wiedereinführung von definierten Posten im Vorstand zu werben.

Auf dem letzten Bundesparteitag in Hamburg wurden die Posten des Generalsekretärs und des Politischen Geschäftsführers abgeschafft. Ersetzt wurden sie durch vier Beisitzer. Andreas Popp, Initiator dieser Idee, wollte die Posten auf Parteitagen dynamisch definieren, also dass jeder Bundesparteitag bestimmt, welche Posten es im nächsten Vorstand gibt und dann dort einzeln Piraten in diese Posten wählt. Der letzte Bundesparteitag entschied anders und wählte die vier Beisitzer in einer Listenwahl und ich glaube, dass diese Entscheidung ein Fehler war.

So haben wir, denke ich, den Bundesvorstand nicht ausgewogen besetzt und ich sehe auch die Gefahr, dass dies wieder passiert, ja sogar dass ein Bundesparteitag mit dieser Regel noch unausgewogenere Vorstände wählt.

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Issue time13:16:28, von Benjamin Stöcker E-Mail 285 Ansichten
Kategorien: Aktuelle Bundespolitik, Innen Politik, Außen Politik
Bild von Guido Westerwelle
Guido Westerwelle (FDP)
von Dirk Vorderstraße (CC-BY)

Guido Westerwelle fiel eigentlich noch nie sonderlich durch Diplomatie auf, und eigentlich ist das nichts Schlimmes. Politik lebt auch von Emotionen, von Charakteren und von Personen, an denen man sich reiben kann. Kurzum, so sehr mir er und sein Tun auch unsympathisch sind, in der Politik braucht es auch mal Marken wie ihn. Seien wir doch mal ehrlich, eine Republik aus lauter Angela Merkels wäre langweilig und wahrscheinlich einfach nur unfähig auch nur einen sinnvollen Schritt nach vorne zu gehen. Sie wäre gefesselt in Nebelschwadenbildern der Nichtpositionierung, sozusagen.

Was Guido Westerwelle für mich zu einem ernsthaften Problem macht, über das man eben nicht so leicht hinwegsehen kann, ist sein Amt. Der Bundesaußenminister sollte zwei Dinge beherrschen: Englisch und ständige diplomatische Staatstragenheit.

Während man ersteres relativ schnell lernen kann, ist zweiteres ein Wesenszug, mit dem man entweder geboren wird oder den man nur über sehr lange Zeit erlernen kann. Und beides scheint bei Herrn Westerwelle nicht der Fall zu sein und er beschädigt damit ein Amt, das ironischerweise gerade durch bisherige Außenminister der FDP zu seinem Ansehen gekommen ist.

Mich würde wirklich brennend interessieren, was Walter Scheel und Hans Dietrich Genscher gerade über Westerwelle und sein Handeln denken, aber eines bin ich mir gewiss: Begeisterung werden sie sicher nicht verspüren.

Warum ist Herr Westerwelle eigentlich Außenminister geworden? Ich meine diese Frage ernst. Er ist nie sonderlich mit Positionen zur Außenpolitik aufgefallen als er noch Oppositionsführer war. Sein Steckenpferd ist die Wirtschafts- und Sozialpolitik, das ist schon immer so gewesen. Seine Art dabei schon immer polarisierend und polemisch. Natürlich musste Guido Vizekanzler werden, es ist demokratische Normalität, dass der kleine Koalitionspartner den Vizekanzler stellt. Und ja, es ist nicht unüblich, dass der Vizekanzler auch der Außenminister ist, aber in der letzten Legislaturperiode lag diese Ehre zeitweise beim Arbeitsminister. Hat sich Guido so der Parteitradition verpflichtet gefühlt? Hat er seine Fähigkeiten überschätzt? Hat er seine personelle Wichtigkeit in der FDP unterschätzt?

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Issue time11:29:50, von Benjamin Stöcker E-Mail 637 Ansichten
Kategorien: In eigener Sache, Piratenpartei, Interna
Symbolbild StatistikBild von NDevil unter CC-BY

Ich möchte jetzt nochmal darauf aufmerksam machen, dass Bamberger Studenten zur Zeit eine Umfrage unter den Piraten machen um herauszufinden, wer wir sind und wie wir so ticken.

Die Umfrage richtet sich an alle Piraten - bundesweit und die Auswertung der Daten wird uns am Ende zur Verfügung gestellt!

Das Ganze wird von Soziologiestudenten gemacht und von einem Professor betreut und bewertet. Von einer gewissen Professionalität können wir daher ausgehen, das Ganze läuft im Rahmen von Studien zum Thema "Zivilgesellschaftliche Beteiligung von Bürgern".

Beim Ausfüllen der Umfrage wird eure IP-Adresse nicht gespeichert und auch sonst müsst ihr keine persönlichen Daten angeben. Die Referrer-URL wird allerdings gespeichert, um diese Daten dann zur Stichprobenqualitätsbestimmung und zur Veranschaulichung des Kommunikationsnetzwerkes auszuwerten. Aber natürlich werden alle gewonnenen Informationen streng vertraulich behandelt.

Die Umfrage dauert nur fünf Minuten und bleibt bis 07.04.2010 aktiv. Wenn die Umfrageseite beziehungsweise der Server mal nicht erreichbar sein sollte, versucht es einfach später nochmal.

Also liebe Piraten, nehmt euch fünf Minuten Zeit und helft mit!

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Issue time23:43:15, von Benjamin Stöcker E-Mail 939 Ansichten
Kategorien: Piratenpartei, Nachlese, Interna
Bild von einer Piratin
Piratin von Coro 1404
(unter CC-BY-NC)

Es ist mal wieder Zeit für eine Nachlese und zwar über ein Thema, das in der Piratenpartei zu köcheln scheint, zumindest auf den ersten Blick.

Die Piratinnen sind los und als "Interessengemeinschaft" gegründet worden, auf der Mitgliederversammlung in Berlin. Die Gründerin Lena hat dazu sogar eine Pressemitteilung herausgegeben. Über die Geschichte wurde mehrfach von SPON und der TAZ berichtet.

Zu meiner Recherche dieser Nachlese verwende ich, wie bei der Nachlese über Aaron, den Piratenmond und die Google Blogsearch.

Was mir da aufgefallen ist, ist, dass das Thema so heiß in der Partei nicht ist, aber außerhalb der Partei scheint großes Interesse zu bestehen. Ich habe mich allerdings bei der Nachlese auf Piraten (und das hier das innen fehlt ist reine Absicht!) und ihre Blogs beschränkt.

Der erste Eintrag im Piratenmond, den ich finden konnte stammt von Anika, die sich bereits früher zur Gleichberechtigung der Geschlechter meldete, und sie hält fest unter der Überschrift "Ich bin Pirat!" fest:

Ich muss hier mal kurz einschieben, dass ich die Piratenpartei gar nicht so männerdominiert finde. Wer sich Zeit nimmt und mal die Mitglieder der einzelnen Landesvorstände ansieht oder Listen zu Wahlen, wird feststellen, dass es eine Menge Frauen gibt, die dort mitmischen.

Weiter unten im Text heißt es: ....möchten die Piratinnen ein sicherer Ort zum Austausch der Frauen in der Piratenpartei sein. Auf meine Nachfrage an diverse Piraten wurde mir gesagt, dass es eine geschlossene Mailingliste der Piratinnen nur für Frauen gibt. Ich finde dies im höchsten Maße unpiratisch, weil nicht transparent und es bestimmt eine Menge Männer gibt, die sich auch zu diesen Thema äussern möchten.

Sie erklärt, dass sie es sicherlich so sieht, dass wir Piraten uns über Gleichberechtigungspolitik Gedanken machen müssen, stellt aber diese Art und Weise in Frage.

Auch ein Bundesvorstand hat sich eingemischt. Andreas Popp äußerte sich in seinem Blog unter dem Titel "Alle Jahre wieder, kommt der Genderstreit" und er tut dies lang und äußerst differenziert:

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Issue time21:01:17, von Benjamin Stöcker E-Mail 662 Ansichten
Kategorien: In eigener Sache, Interna

Ahoi liebe Leser,

heute mache ich mal wieder Werbung in eigener Sache. Ich habe mit anderen Piraten den Freibeuterhafen gestartet. Dieser Podcast soll die Stammtischkultur im Süden der Republik aufzeichnen und wiedergeben. Geplant ist, dass mehrere Teams immer wieder Aufzeichnungen auf Stammtischen machen und auf einer gemeinsamen Seite online stellen.

Der Bezirksverband Oberfranken und Stammtisch Bamberg hat einen Anfang gemacht und in einer Nacht- und Nebelaktion (12 Stunden Vorwarnzeit für die Mitsprechenden, danke das ihr mitgemacht habt!) die nullte Folge produziert. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich bald noch mehr Teams und Stammtische finden würden, die mitmachen. Erste Freiwilligenmeldungen gibt es bereits, worüber ich mich sehr freue!

Wir denken, es wäre eine gute Möglichkeit, sich über große Strecken mal etwas "kennenzulernen" und herauszufinden, wie andere Piraten die Welt sehen, vor allem da man in diesem Konzept wirklich sehr leicht zum Sender werden kann.

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Issue time08:27:45, von Benjamin Stöcker E-Mail 682 Ansichten
Kategorien: In eigener Sache, Interna
Bild von Maha
Martin Haase bei der Aufzeichnung
von Christopher Schirner (CC-BY-SA)

Ahoi liebe Leser,

Martin Haase, manchen eher als maha ein Begriff, hat einen Podcast aus Oberfranken gestartet. Der Klabautercast wird sich rund um die Piratenpartei, Politik und Oberfranken drehen und in der ersten Folge durfte ich mit dabei sein.

Er wurde bereits vor einiger Zeit aufgenommen und steht unter dem Titel "Politische Willensbildung und Partizipation".

Wir hangelten uns von darin von Thema zu Thema. Unter anderem redeten wir über: Liquid Feedback, Antragsfabrik, Urabstimmungssystem, Transparenzkommision, Transparenzkodex, Bundesparteitag, Landesparteitag, Parteiengesetz, Delegiertenordnung und noch einiges mehr.

Es war der erste Podcast überhaupt an dem ich Teilnehmen durfte und ich war leider etwas arg unvorbereitet. Das nächste mal wenn ich die Ehre habe werde ich sicher eine bessere Performance ablegen, vor allem weil ich dann hoffentlich nicht mehr so nervös sein werde.

Aber macht euch selbst ein Bild und hört rein.

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